Cheerleading


Cheerleader gehören zum Football meinen viele und meinen damit junge nette Mädchen und Frauen, manchmal auch Männer, die an der Seitenlinie stehen und ein bisschen mit dem Pompoms winken. Aber Cheerleading ist viel mehr als ein kurzer Rock und ein paar Pompoms. Cheerleading ist eine sehr anspruchsvolle und vielseitige Sportart. Es ist eine Kombination aus Tanz, Akrobatik, turnerischen Elementen und Show, mit hohen Schwierigkeitsgraden und atemberaubender Geschwindigkeit und Präzision. Neben den reinen Tanzteilen gehören die Anfeuerungsrufe und die Pyramiden und Stunts zu einer gelungenen Vorführung. Und wie heißt es doch so schön:

„Without Cheerleading it’s just a game!“

Die deutschen Meisterschaften im Cheerleading finden immer im Frühjahr statt. Qualifiziert sind die punktbesten Teams der Landesmeisterschaften, auch Squads genannt, sofern das Team mindestens 75 % der Punkte des punktbesten Teams hat. Die besten Teams der deutschen Meisterschaft sind für die Europameisterschaften im Cheerleading qualifiziert. Volle Hallen mit über 2000 Zuschauern, ein begeistertes Publikum, tolle Stimmung und breites Interesse der Medien sind bei den Meisterschaften mittlerweile Standard. Neben dem anspruchsvollen Wettkampfprogramm treten die Squads auch an der Seitenlinie ihres Teams auf, um durch Anfeuerung das Publikum zu aktivieren und ihr Team zu Höchstleistungen zu motivieren. Wobei das Team nicht unbedingt eine Mannschaft des American Football sein muss. Der RUN auf das Cheerleading ist sehr groß. Neben den amerikanisch geprägten Sportarten Eishockey und Basketball gibt es Cheerleader mittlerweile auch beim Fußball, Handball und beim Volleyball.

Der AFCV Hamburg e.V. und der Dachverband AFVD sind als Fachverbände auch für die Sportart Cheerleading zuständig. Im AFVD sind zur Zeit rund 150 Squads organisiert. Das Cheerleading hat im AFVD eine eigene Verwaltungsstruktur. Der Bundescheerleaderausschuss ist maßgeblich an der Weiterentwicklung des Sports und der Ausbildung beteiligt.

Cheerleading ist eine Sportart für Mädchen und Jungs, Frauen und Männer. Besonders in der Altersgruppe zwischen 12 und 16 Jahren ist das Cheerleading sehr beliebt. Hier ist Cheerleading eine richtige Alternative zu den „alteingessenen“ Sportarten geworden. Die Wettbewerbe im Cheerleading sind aufgeteilt in die Alterstufen Senioren (ab 16), Junioren (12-16) und Pee-Wees (bis 12). Außerdem wird nach reinen Frauenteams oder Mixed Teams unterschieden. Seit 1999 gibt es zusätzlich Wettbewerbe in der Kategorie Cheerdance. Der Schwerpunkt wurde dabei auf den Tanzteil des Cheerleading gelegt.

In den vergangenen Jahren wurden im AFVD verstärkt im Bereich der Ausbildung gearbeitet. Neben dem C-Trainer / Fachübungsleiter Cheerleading wurde auch eine einheitliche qualifizierte Jury-Ausbildung aufgebaut. Das Regelwerk für das Cheerleading wurde überarbeitet und den aktuellen Anforderungen angepasst. Der zweite Schwerpunkt ist die Aufklärungsarbeit bei Presse, Landessportverbänden und Publikum. Wenn man den Trainingsaufwand und -fleiß kennt, die Mühen, Anstrengungen und Schmerzen, die die Cheerleader auf sich nehmen, um eine glänzende und eindrucksvolle Kür auf die Beine zu stellen, dann weiß man: „Cheerleading ist Leistungssport“.

Michelle Matz ist neue Cheerleading Beauftragte im AFCV Hamburg e.V.

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